Auf der Suche nach dem gelben Vergissmeinnicht ...

Altenschlirf – Wie jedes Jahr stellten sich die Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger im 2. Ausbildungsjahr an der Siegfried-Pickert-Fachschule für Sozialwirtschaft (“Campus am Park” in Stockhausen) unter der künstlerischen Leitung von Thomas Kippenberg und Almut König-Kippenberg der besonderen Herausforderung in nur vier Tagen ein selbst erdachtes Stück auf die Bühne zu bringen, zu dem auch die Masken, Kostüme und Bühnendekoration selbst gefertigt werden mussten.

Gerade bei den unterschiedlichen Masken ergibt sich so manche Überraschung … welche Wesen sind hierbei entstanden und wie kann man ihnen für die einzige Aufführung im Wilhelm-Meister-Saal der Gemeinschaft Altenschlirf Leben einhauchen, auch mit Hilfe der musikalischen Begleitung? Kaum einer der dreizehn Teilnehmer stand je zuvor auf einer Bühne und so gestaltete sich dieses soziale Projekt sehr kreativ und spannend. “Nur, wenn wir zusammenhalten, wird es gelingen!”, weiß Almut König-Kippenberg aus langjähriger Erfahrung, konnte die Mitwirkenden noch in der tänzerischen Bewegung und Atmung entsprechend schulen und gegen das Lampenfieber verteilte sie in bewährter Tradition einen süßen Schaumkuss als Nervennahrunng kurz vor dem Auftritt.

Der Saal war nicht nur mit Freunden und Angehörigen für diese Premiere gut gefüllt, auch zahlreiche Bewohner der Gemeinschaft hatten sich mit Begleitung eingefunden, um die Geschichte “Das gelbe Vergissmeinnicht … eine Reise in die Seelentiefe” hautnah mitzuerleben. Schon öffnete sich wie von Zauberhand der Vorhang und die Erzählerin berichtete vom sterbenden König, der sein Reich in die Hände von Prinz Aslan übergab. Dieser wurde vom Volk und Hofstaat zwar anerkannt, fühlte sich aber mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe überfordert, begab sich daher auf die hoffnungsvolle Suche nach dem gelben Vergissmeinnicht, von dem er sich Unterstützung erhoffte. Viele unterschiedliche Hindernisse und zahlreiche Gefahren – eindrucksvoll mit den unterschiedlichsten Masken dargestellt – waren unterwegs zu meistern, dazu immer die passende Musik und Geräuschkulisse, bei der sich die Mitwirkenden vor und auf der Bühne flink abwechselten.

Ein großer Adler führte den verzagten Prinzen schließlich zu der gesuchten Blume, die ihm Samen und Zuversicht schenkte, er mußte sie zum Glück gar nicht pflücken und kehrte gestärkt in sein Königreich zurück, was mit einem ausgelassenen Fest gefeiert wurde! Schon schloß sich der Vorhang, das Pubikum dankte mit reichlich Applaus und betrachtete anschließend noch ausgiebig die beeindruckenden Masken, die eigens zum Entdecken und Bewundern am Bühnenrand abgelegt waren.
Text: Ditte von Dietze

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