Michaeli in der Gemeinschaft Altenschlirf

Am Dienstag feierten wir in der Gemeinschaft Altenschlirf den Michaelitag. Nach einer gemeinsamen Morgenfeier organisiert von den Werkstätten, stand am Nachmittag eine große Vielfalt an Workshops auf dem Programm.

Im Mittelpunkt des Michaelitages standen Selbsterkenntnis und Mut daraus zu handeln. Die Michaeli-Erkenntnis lädt dazu ein, den „inneren Drachen“ – Ängste, Trägheit und einen rein auf das Materielle gerichteten Blick – durch mutiges und klares Bewusstsein zu erkennen und zu überwinden.

In insgesamt 13 unterschiedlichen Gruppen konnten die Beschäftigten Michaeli auf ganz persönliche und praktische Weise erleben:

  • Kerzenwerkstatt: Unter dem Motto „Wir gehen in den Wald und lauschen“ ging es hinaus in die Natur. Mit passendem Schuhwerk lauschten die Teilnehmenden den Geräuschen des Waldes und erlebten die Umgebung mit allen Sinnen.
  • Holzwerkstatt: Auf dem Spielplatz in Altenschlirf entstand ein Sitzplatz mit einer schattenspendenden Skulptur. Gemeinsam wurde gestaltet, gebaut und praktisch gearbeitet.
  • Landschaftspflege: Hier hieß es: „Wir pressen Apfelsaft“. Aus frischen Äpfeln wurde Saft hergestellt, der anschließend auf Vorbestellung an die Häuser geliefert wurde.
  • Brennholzgruppe: Die Teilnehmenden gestalteten Drachen aus Scheidholz. Der fertige Drache konnte zum Schluß bestaunt werden.
  • Schmidt’s: In dieser Gruppe wurden Dips und Brotaufstriche zubereitet. Anschließend wurden die Häuser mit Backwaren, frischem Apfelsaft und den selbstgemachten Aufstrichen beliefert. Alle Mitarbeitenden der Gemeinschaft konnten im Vorfeld bestellen und die Köstlichkeiten anschließend zu Hause genießen.
  • Gärtnerei: „Erlebe die Elemente in dir“ lud zu einer meditativen Erfahrung ein. Erde, Wasser, Feuer und Luft – die vier Elemente, aus denen der Mensch in seiner Beziehung zur Welt steht – wurden auf ganz persönliche Weise erfahrbar.
  • Landwirtschaft: Beim „Kälber-Führen“ waren Mut und Vertrauen gefragt. Gemeinsam wagten sich die Teilnehmenden daran, die großen Tiere zu führen – eine echte kleine Mutprobe.
  • Bäckerei: Es wurden Michaeli-Schwerter aus Hefeteig gebacken. Der Umgang mit dem warmen Teig und seine Veränderung durch Ruhe und Hitze machten verschiedene Arbeitsschritte erlebbar und ließen staunen.
  • Galerie: Unter dem Titel „Wir lauschen der materiellen Welt“ wurde die Welt singend und klingend erkundet. Verschiedene Instrumente luden dazu ein, selbst musikalisch aktiv zu werden.
  • Raum der Stille: In zwei finnischen Zaubermärchen lauschten die Teilnehmenden auf die „Stimme des Herzens“. Je nach Wetter gab es zusätzlich die Möglichkeit, draußen die Natur bewusst wahrzunehmen.
  • Frühstücksraum der Wollwerkstatt: Aus selbsttrocknendem Ton entstanden eigene Drachen. Begleitet von Klängen und michaelischen Geschichten wurde der Werkstoff Ton ertastet, gestaltet und in eine persönliche Drachenfigur verwandelt.
  • Parkpflege: In der Michaeli-Zeit zieht sich die Natur im Park zunehmend ins Innere der Erde zurück. Die Gruppe lauschte auf diese Veränderungen und nahm die Klänge der Umgebung bewusst in sich auf.
  • Eurythmie: Nach einer michaelischen Einstimmung wurden zwei Tonleitern und verschiedene Töne kennengelernt. Anschließend gestalteten die Teilnehmenden ein kleines Musikstück mit Tonhöhe, Tönen und Formen. Nach der Pause stand ein Märchen im Mittelpunkt, dessen Stimmungen musikalisch begleitet wurden.
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So wurde der Michaelitag auf ganz unterschiedliche Weise erlebbar: mit Kopf, Herz und Händen, in der Natur, im gemeinsamen Tun, beim Zuhören und beim kreativen Gestalten. Die verschiedenen Angebote machten Mut, Neues auszuprobieren, sich selbst wahrzunehmen und gemeinsam mit anderen einen besonderen Tag zu erleben.

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