Bürgermeisterin informiert über geplante Windräder

Im Rahmen der Mitwirkungskonferenz der Gemeinschaft Altenschlirf besuchte Herbsteins Bürgermeisterin Astrid Staubach auf Einladung des Rätekreises die Veranstaltung. In einem Vortrag in einfacher Sprache informierte sie über den aktuellen Stand der Planungen zu möglichen Windenergieanlagen in den Wäldern rund um Herbstein, Altenschlirf und Stockhausen.

Dabei machte Staubach deutlich, dass sich das Projekt noch in einer sehr frühen Phase befindet. Bis zu einer möglichen Umsetzung würden noch viele Jahre vergehen, da alle Aspekte sorgfältig geprüft werden müssten. Der Prozess sei ausdrücklich ergebnisoffen – es könne am Ende auch dazu kommen, dass die Windräder gar nicht gebaut werden.

Im Anschluss an den Vortrag beantwortete die Bürgermeisterin zahlreiche Fragen aus dem Plenum. Thematisiert wurden unter anderem die geplante Höhe der Windräder, ihre Drehrichtung sowie mögliche Auswirkungen auf Tiere und Natur. Staubach betonte, dass der Naturschutz ein zentraler Bestandteil der Prüfungen sei und ökologische Belange umfassend berücksichtigt würden.

Auch der Flächenbedarf kam zur Sprache. Neben den eigentlichen Standorten der Windräder sei für die Bauphase zusätzlicher Platz erforderlich, insbesondere für große Kräne. Diese Flächen müssten stark verdichtet werden. Bürgermeisterin Staubach erklärte dazu, dass diese temporären Stellflächen nach Abschluss der Bauarbeiten wieder zurückgebaut werden sollen.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die gesundheitliche Vorsorge. Es wurde darauf hingewiesen, dass in Herbstein überdurchschnittlich viele Menschen mit Behinderungen leben. Deshalb wurde angeregt, bei der gesetzlich vorgeschriebenen Gesundheitsprüfung besonders mögliche Auswirkungen auf Menschen mit Epilepsie zu berücksichtigen. Auch diesen Hinweis nahm Staubach ernst und sagte zu, ihn in die weiteren Prüfungen einfließen zu lassen.

Zum Abschluss wurde noch eine humorvolle Frage gestellt, ob man an ein Windrad zur Kirmes ein Riesenrad montieren könne. Dies verneinte die Bürgermeisterin zwar, merkte aber schmunzelnd an, dass man zur Eröffnung eines Windrades vielleicht einmal hinaufsteigen könne.

Abschließend verwies Astrid Staubach auf die finanzielle Situation der Stadt Herbstein. Sollte es zu einem Bau der Windräder kommen, könnten die Einnahmen eine wichtige Entlastung für die Stadtkasse darstellen. Diese Mittel würden dringend für kommunale Aufgaben benötigt, etwa für die Kindergärten oder den Erhalt des Thermalbads.

Die Mitwirkungskonferenz zeigte, wie wichtig frühzeitige Information, offene Diskussionen und gründliche Prüfungen bei einem so weitreichenden Vorhaben sind.

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