Gemeinschaft Alternschlirf
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Leben in neuer Nähe

von Tobias Raedler, Geschäftsleitung Wohnbereich

Auch an der Gemeinschaft Altenschlirf gehen die Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie nicht vorbei. Zwar dürfen wir froh darüber sein, bisher nicht von einem Ausbruch des Virus in der Gemeinschaft betroffen zu sein, dennoch gilt für Besucher und Angehörige ein striktes Besuchsverbot und seit dem 26.03. auch die angeordnete Schließung der Werkstätten. Daraus ergibt sich in den Hausgemeinschaften eine ganz neue Nähe – teilweise auch mit sozialen Herausforderungen verbunden. Auch eine Nähe zu den MitarbeiterInnen der Werkstätten, die diese Situation zwei Wochen mit großer Flexibilität mitgetragen haben. Seit 15. April dürfen wir nun häuserweise die Werkstatträumlichkeiten wieder für tagesstrukturierende Maßnhamen nutzen, was eine gewisse Entspannung in die Situation bringt – auch wenn dies noch lange nicht wieder Alltag ist. Insbesondere die Produktion der Werkstätten kann in dieser Zeit nicht wie gewohnt weiterlaufen – schon, weil die beschäftigten Menschen mit Hilfebedarf da einfach fehlen! Nur da wo es unvermeidlich ist läuft der (Not-)betrieb weiter: in der Landwirtschaft, der Gärtnerei, der Bäckerei – und natürlich hat auch unser tegut… Lädchen sowie die beiden Hofläden unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften weiter geöffnet. Besonders schmerzlich ist, dass unsere gemeinschaftsbildenden Veranstaltungen derzeit nicht stattfinden können: die sonntäglichen Morgenfeiern sind genauso abgesagt wie die vielfältigen kulturellen Veranstaltungen. Auch der Johannimarkt am 20.-21. Juni und der “Tag der offnen Tür” am 3. Oktober finden ind diesem Jahr nicht statt. So üben wir in den Hausgemeinschaften eine ganz neue Form der Nähe und erfreuen uns an den vielfältigen Erfahrungen die dadurch möglich werden – auch wenn man schon viele Jahre zusammen lebte: jetzt lernt man sich doch noch einmal ganz neu kennen. Und dazu das herrliche Frühlingswetter und die weite der Natur des Vogelsbergkreises – das lässt einen jeden Tag dankbar sein, hier in der Gemeinschaft Altenschlirf leben zu dürfen!

Nachfolgend noch Informationen zur Schließung der Käserei, zum Ausbau des Magda-Hummel-Hauses und unseren frisch geschlüpften Küken.

Mit herzlichen Grüßen aus der Gemeinschaft Altenschlirf
Tobias Raedler

Schließung der Altenschlirfer Käserei
Gleich zu Beginn des Jahres erreichten uns mehrere Neuigkeiten, die uns veranlasste, unsere Käserei nach mehr als 30 Jahren Betrieb zu schließen. Der Leiter der Käserei teilte uns mit, dass er die Gemeinschaft verlassen würde. Außerdem hatten wir am Jahresende Besuch vom Veterinäramt, die uns darauf hinwiesen, dass sich einige gesetzliche Grundlagen für die Zusammenarbeit von Käserei und „Fuchshöfen“, die ja den Großteil unserer Käsereiprodukte weiterverkaufen, geändert haben. Daher hätten wir diverse Umbauten zur räumlichen Trennung dieser beiden Betriebe vornehmen müssen.
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Der Ausbau des Magda-Hummel-Hauses ist in vollem Gange
Nachdem die Rohbauarbeiten und die Vorinstallationen für die technischen Gewerke, also die Elektro-, Heizungs-, Wasser- und Abwasserleitungen, eingebaut waren, konnte mit dem weiteren Ausbau des Magda-Hummel-Hauses begonnen werden.
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Eigene Küken-Aufzucht, immer wieder ein Ereignis der ganz besonderen Art
Seit wenigen Tagen ist es wieder soweit, die ersten Küken bei uns in der Landwirtschaft sind geschlüpft. Die Aufzucht unseres Geflügels machen wir schon lange selber. Bereits im dritten Jahr nehmen wir auch die Brut selber in die Hand und schließen damit einen wichtigen Kreislauf. Es ist immer wieder ein ganz besonderes Ereignis, diese anmutigen Tiere beim Heranwachsen zu beobachten. Auch eine Glucke zu erleben, wie sie ihre kleinen Nachkömmlinge an alles Lebensnotwendige heranführt erfreut einen immer wieder aufs neue.
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