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Schwimmer punkten bei den Special Olympics

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08 Nov 2019

Schwimmer punkten bei den Special Olympics

Special Olympics Hessen von Heiko Hildebrand

Am 06. November war es wieder soweit, die Schwimmer machten sich auf den Weg zu den „Hessischen Special Olympics Spielen“. Diesmal ging es nach Aulhausen. Alle Schwimmer aus Hessen trafen sich, um an dem großen Schwimm-Event daran teilzunehmen.
Unsere Schimmer aus der Gemeinschaft Altenschlirf haben sich über das ganze Jahr gut darauf vorbereitet und je nach eigenen Schwimmstilen für Special Olympics qualifiziert.
An dieser Stelle werde ich euch mal einige Schwimmstile genauer erläutern und dabei sichtlich machen, wer von unseren Schimmern eigentlich was schwimmt.

Freistilschwimmen:
Beim Freistilschwimmen darf der Schwimmer seine Schwimmtechnik frei wählen und während einer Strecke wechseln. Er ist auch in der Ausführung seines Schwimmstils kaum eingeschränkt. Die Wettkampfregeln der Fédération Internationale de Nation (FINA) besagen nur, dass während des gesamten Wettkampfes ein Körperteil des Schwimmers die Wasseroberfläche durchbrechen muss. Es ist dem Schwimmer erlaubt, während der Wende, nach jeder Wende sowie für eine Strecke von 15 Metern nach dem Start völlig untergetaucht zu sein. Spätestens an diesem Punkt muss der Kopf aber das Wasser durchstoßen haben. Bei der Wende und beim Zielanschlag muss der Schimmer die Beckenwand mit einem beliebigen Körperteil berühren.

Der Begriff „Freistil“ ist eine wörtliche Übersetzung von Freestyle (=“freier Stil“).
Direkt angefangen hat Angelina Rosenberg mit dem Freistilschwimmen, sie schwimmt (Wk.01/25m/Freistilschwimmen/w).Hierbei handelt es sich um eine Bahn mit genau 25m Länge. Also genau einmal hin.Die Zeiten werden bei dem Training erfasst und jeweils bei der Leitung des Special Olympics Komitees angegeben, dadurch werden unsere Schwimmer auf eine sogenannte Meldeergebnis – Liste gesetzt. Diese Liste bestimmt dann alle Läufe der Teilnehmer. Hier wie gesagt alle Schwimmteilnehmer aus „Hessen“.
Je nach Größe des Schwimmbeckens, also Anzahl der Startblöcke können die Schwimmer sich platzieren. Hier zeige ich euch mal ein Beispiel wie solch eine Auflistung aussehen kann.Das Schwimmbecken in Aulhausen hat vier Startblöcke, somit können also vier Schwimmer antreten.

Angelina Rosenberg startete auf Bahn 2, ihre Trainingszeit: 27,68 in Fulda beim Training gemessen. In Aulhausen bei der Qualifizierung für Wettkampf: 25,45 und im Wettkampf nachher: 25,06 Hier ist ganz deutlich zu erkennen,das sich Angelina Rosenberg von der Trainingszeit bis zum Wettkampf selbst um einiges verbessert hat. Dies zeigt, was man eigentlich für einen starken“ Willen „ haben kann, wenn es darauf ankommt.Der Special Olympics Leitsatz lautet an dieser Stelle: „Ich will gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, so will ich mutig mein Bestes geben“.

Auch schwamm Angelina Rosenberg diesen Freistil auf 50 Metern mit der Zeit von: 01:00,78 und holte hierdurch ihre zweite Medaille. Herzlichen Glückwunsch!!!
Weiter ging es dann bei Jan Philipp Wiemer und Jan Betz die sich beim 50 Meter Freistil beide einen erstaunlich bisherigen Bestzeitenlauf lieferten. Ein starkes Kopf-an-Kopf-Rennen war uns da geboten. Hierbei muss ich sagen das diese beiden Schwimmer die absoluten „Sportskanonen“ unter uns Schwimmern sind. Die Leistungen dieser beiden Schwimmer zeigen mittlerweile in ganz Deutschland unter allen Special Olympics Schwimmern ihr großes Ansehen. Da sie nicht nur die weitesten Strecken schwimmen sondern auch sich mit den Besten messen dürfen.

Ralf Hasche muss hier auch ein ganz großes Lob ausgesprochen werden, da er aus seiner Altersklasse einer der wenigen ist, der auch mal im Sommer bis zu 1500 Meter Freistil schwimmt und somit 2017 und 2018 den Titel „Deutscher Südmeister“ tragen durfte. Der Titel wurde ihm leider wieder von einem Kontrahenten „abgeluxt“.
Freistilschwimmen/50 m/m
Jan Philipp Wiemer/41,48
Jan Betz/37,92

Beide holten sich hier voller Stolz die Medaillen ab (Gold und Silber) Glückwunsch!

Brustschwimmen:
Die Wettkampfvariante ist die schwierigste und am zeitaufwendigsten zu erlernende Schwimmart. Manche Schimmer können aufgrund der Disposition ihrer Hüftgelenke keine reguläre Brustschwimmtechnik mit Grätschschlag ausführen. Daneben ist die gegenseitige Koordination der Bewegungsabläufe von Armen und Beinen beim Wettkampfbrustschwimmen um einiges anspruchsvoller als bei allen anderen Schwimmarten. Hierbei ist es wichtig, das beim Bahnende mit beiden Händen angeschlagen werden muss. Viele der Schwimmer haben genau hierbei immer wieder die Schwierigkeiten mit beiden Händen anzuschlagen. Leider sind die Regeln bei Special Olympics sehr Streng gehalten, und so muss der ein oder andere mit seinen Fehlern nach dem Wettkampf mit Tränen das Becken verlassen. Da es heißt: Disqualifiziert! Manchmal Glück für die anderen, da sie fehlerfrei geschwommen sind, und somit einen Platz nach vorne rücken.

Tanja Christ mit einer tollen Zeit auf 25 Meter/w/ Brustschwimmen 35,98 (Gold) Glückwunsch!

Ralf Hasche mit einer tollen Zeit auf 50 Meter/m /Brustschwimmen 58:66 (Bronze) Glückwunsch!

Lagenschwimmen: (vier Schwimmer, also in etwa wie ein Staffellauf)
Gemäß den Wettkampfregeln des Deutschen Schwimmverband gilt die Reihenfolge:
Schmetterling (Delfin), Rückenschwimmen, Brustschwimmen, und Freistilschwimmen, wobei auf jede Disziplin ein Viertel der Gesamtstrecke entfällt.
In der Lagenstaffel absolvieren vier Schwimmer jeweils eine der Schwimmtechniken.
Die Reihenfolge ist verändert, damit der im Wasser startende Rückenschwimmen nicht durch einen ankommenden Staffelschwimmer behindert wird. Rückenschwimmen, Brust, Schmetterling und Freistil. Im Freistil selbst wird gerne das sogenannte „Kraulen“ meist angewendet, da es am schnellsten ist.

Lagenstaffel: 4 × 25 Meter in 01:42,25 Jan Betz, Jan Philipp, Melanie Urbahn, und ein Gastschwimmer (Vertretung für Ralf Hasche) Medaille: (Silber) Glückwunsch!

Rückenschwimmen:
Beim Rückenschwimmen wird der Armzug wechselseitig ausgeführt, wobei die Arme über dem Kopf ins Wasser eintauchen, unter Wasser zum Körper in Richtung der Beine geführt werden und oberhalb der Wasseroberfläche wieder zurück. Um eine möglichst hohe Effizienz zu erreichen, wird der Arm unter Wasser nicht gerade, sondern abgeknickt geführt, da man im gebeugten Arm mehr Kraft hat (sogenannte Ellenbogen-vorn-Haltung). Alternativ kann der wechselseitige Armzug auch durch eine sanfte Auf- und Abbewegung der Hände und Unterarme ersetzt werden. Die Oberarme werden dabei ausgestreckt an der Körperseite gehalten. Bei beiden Varianten besteht der Beinschlag, wie beim Kraulschwimmen, aus abwechselnden Auf- und Abbewegungen der Beine aus der Hüfte heraus. Ein starker Beinschlag beim Rückenschwimmen stabilisiert die Lage im Wasser.
Die FINA-Wettkampfregeln besagen für diese Schwimmtechnik, dass beim Startsignal und bei jeder Wende in Rückenlage abgestoßen und während des ganzen Wettkampfes auf dem Rücken geschwommen werden muss. Außer bei der Wende ist eine Rollbewegung des Körpers um nicht mehr als 90 Grad aus der Normallage heraus erlaubt; die Haltung des Kopfes ist nicht ausschlaggebend. Ferner muss ein Teil des Schwimmers während des gesamten Wettkampfes die Wasseroberfläche durchbrechen.

Es ist dem Schwimmer jedoch gestattet, während der Wende sowie für eine Strecke von 15 Metern nach dem Start und nach jeder Wende völlig untergetaucht zu sein. An diesem Punkt muss der Kopf die Wasseroberfläche durchbrochen haben. Bei der Wende muss der Schwimmer die Wand mit einem beliebigen Teil seines Körpers berühren. Während der Wende dürfen die Schultern über die Senkrechte in die Brustlage gedreht werden. Sobald der Körper die Rückenlage verlassen hat, muss unverzüglich die kontinuierliche Wendenausführung erfolgen. Das heißt, dass der Schwimmer entweder einen ununterbrochenen Armzug oder einen sogenannten simultanen Doppelarmzug (beide Arme werden gleichzeitig gezogen) durchführen darf.
Sobald der Armzug des Schwimmers beendet ist, muss er die Wende einleiten oder die Wand berühren. Der Schwimmer muss in die Rückenlage zurückgekehrt sein, wenn er die Beckenwand verlässt. Alternativ dazu kann auch eine Tellerwende ausgeführt werden.
Beim Zielanschlag muss sich der Schwimmer in Rückenlage befinden. Allerdings braucht der Körper während des Anschlags nicht mehr über Wasser zu sein.
WK.22/AK 2/50 Meter Rückenschwimmen: Ralf Hasche mit einer tollen Zeit von 01:01:53 (Silber) Glückwunsch!
WK.31 / AK 2/100 Meter Rückenschwimmen: Melanie Urban mit einer tollen Zeit von 02:26:51 (Silber) Glückwunsch!

Schmetterling (Delfin):
In den 1930er Jahren entwickelte David Armbruster, Trainer an der University of Iowa, das Schmetterlingsschwimmen aus der Brustschwimmtechnik. Durch das Nachvornebringen der Arme über dem Wasser reduzierten innovative Brustschwimmer ihren Wasserwiderstand. Wegen des erhöhten Kraftaufwands schwammen diese Schwimmer meist nur einige Meter oder eine Bahn in der Schmetterlingstechnik und wechselten dann zur üblichen Brustschwimmtechnik. Erst durch die weitere Verfeinerung der Technik wurde das Schmetterlingsschwimmen ökonomischer.

Beim Armzug werden beide Arme gleichzeitig mit einer leicht S-förmig ziehenden Bewegung, dem sogenannten Schlüssellochzug, unter Wasser von vorn nach hinten geführt und dann gerade wieder über den Kopf nach vorn gebracht. Es wird normalerweise alle zwei Züge nach vorne geatmet. Die Beine wurden ursprünglich im Grätschschlag bewegt, daraus entwickelte sich später eine Ganzkörper-Wellenbewegung (Undulation), die sich vom Brustkorb an bis in die Füße fortsetzt. Pro Armzug werden zwei Beinschläge ausgeführt. Der zweite ist hierbei kräftiger als der erste.
Das Schmetterlingsschwimmen gilt nach dem Kraulschwimmen als die zweitschnellste Schwimmart und nach dem richtig ausgeführten Brustschwimmen als die zweitanstrengendste. Bei Wettkämpfen wird es in den Distanzen 50 m, 100 m und 200 m absolviert.

Mit der Einführung des geschlossenen Beinschlags wurde diese Schwimmart jahrzehntelang als Delfintechnik bezeichnet, während man unter der Schmetterlingstechnik weiterhin die Verwendung des Brustbeinschlags verstand. Der Brustbeinschlag ist seit einigen Jahren nicht mehr regelkonform. Aufgrund internationaler Bezeichnungen wird die Schwimmlage weltweit nun Butterfly genannt und heißt deshalb auf Deutsch offiziell Schmetterling.
WK.26/AK 2/50 Meter Schmetterlingschwimmen: Melanie Urban mit einer tollen Zeit von 01.07.40 (Gold) Glückwunsch!
Aufgrund ihres Alters somit die Bestleistung der AK-Stufe.
Diese Schwimmart ist unglaublich auf Kraft aus, und kann deshalb nicht von vielen Schwimmern geschwommen werden, wir sind Stolz das Melanie Urban dies als einzige schwimmen kann. Vor allem in ihrem Alter. Großen Respekt!

Vielleicht hat der ein oder andere ja mal Lust, uns bei Wettkämpfen in der Nähe mit seiner Hausgemeinschaft mal zu besuchen. So etwas ist immer möglich, und wir werden auch gerne mal „angefeuert.“
Zudem sind auch alle Mitarbeiter „Herzlichst eingeladen“, mal ein Trainings-Abend mit zu schwimmen.

So ihr lieben Leser, hiermit verbleibt mir nur noch zu sagen, wir Schwimmer wünschen Euch allen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten .Rutsch in´s neue Jahr. Euer Heiko Hildebrand

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