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11 Sep 2021

Plausch in leichter Sprache

Lauterbacher Anzeiger vom 11. September 2021 von Annika Rausch

Gianina Zimmermann, Bundestagskandidatin der Grünen, zu Gast bei der Gemeinschaft Altenschlirf In Stockhausen

Stockhausen. Polit-Talk in der „Gemeinschaft Altenschlirf“: In dieser Woche war Gianina Zimmermann, Direktkandidatin der Grünen für den Wahlkreis 174, zu Gast in Stockhausen. „Wir haben alle Kandidaten angeschrieben und um ihr Parteiprogramm in leichter Sprache gebeten“, erläutert Ulrike Härtel den Hintergrund der Aktion. „Denn wir alle, die hier leben und arbeiten, haben auch ein Wahlrecht“. Gekoppelt an die bitte sei auch jeweils eine Einladung gewesen. Doch die einzigen, die sich überhaupt gemeldet hätten, seien die Vertreter der Grünen und der CDU gewesen. Kandidat Michael Brand ist am kommenden Dienstag zu Gast, die Grünen-Vertreterin besuchte die Einrichtung in Stockhausen in dieser Woche.

In einer lockeren Runde in der Nähe der im Stockhäuser Schlosspark gelegenen Gärtnerei stellte sich die 48-jährige Bundestagskandidaten, vom Beruf examinierte Krankenschwester, Heimleitung in der Altenpflege, Gesundheits- und Sozialökonomin, zertifizierte Personalreferentin (FFF), Mediatorin und Diplom-Coach (FH), zuerst vor. Vor allem berichtete sie dabei von ihrem Werdegang und wie sie damals nach Deutschland gekommen war, ohne die Sprache zu beherrschen. „Ich wollte viel lernen“, richtete die Mutter von zwei Kindern. Die Sprache habe sie sich vor allem mit der Hilfe von Nachrichten und Kreuzworträtsel beigebracht. „Ich wohne in Kelkheim, arbeite in Frankfurt“, berichtete sie ihren Zuhörern. Sie sei Stadtverordnete gewesen, in der Kreistagsfraktion der Grünen im Main-Taunus-Kreis sowie im Landesvorstand ihrer Partei aktiv. Auf der Liste der Grünen steht sie auf Platz 23.

„Warum gibt es keine umweltschonend produzierten Masken?“, war die erste Frage aus der Runde. „Deutschland hat sich nicht auf Katastrophen vorbereitet“, erklärte Zimmermann. Daher seien die Menschen auf Exporte auf China angewiesen. Es sei in Deutschland in diesem Bereich zu wenig investiert, eben „zu wenig versorgt worden“. Sie sei aber überzeugt, dass es keinen weiteren Lockdown geben würde ging es weiter zur nächsten Frage. „Kinder brauchen Kinder“, auch andere öffentliche Einrichtung sowie die Gastronomie seien wichtig. „Doch als Krankenschwester oh muss ich auch sagen, dass es wichtig ist, die Infektionsketten zu unterbrechen“. Es sei nachgewiesen, dass die Menschen derzeit in Krankenhäusern wegen Corona versorgt würden, zum sehr großen Teil um geimpft sein. Dennoch müsste man weiter vorsichtig walten, denn, „wir wissen viel zu wenig über Langzeitfolgen von COVID“.

Im Vogelsberg – und gerade bei Gärtnern – ist natürlich der Umweltschutz ein großes Thema. „Der Dannenröder Forst – musste der wirklich gefällt werden?“ Diese Baumaßnahme sei bereits sehr lange genehmigt und daher nicht zu stoppen gewesen.
„Doch wir stehen dafür, dass alle Straßen Baumaßnahmen, die noch nicht soweit gediehen sind, noch mal auf den Prüfstand müssen, ob sie wirklich gebaut werden müssen“, Positioniert sich Gianina Zimmermann ganz klar. Den Weiterbau der A 49 habe man definitiv nicht gebraucht.

„Wir sind die Partei, die das Klima schützt“, erläuterte die Politikerin bei weiteren Fragen zum Thema. Alle Partei-Vorschläge für besseren Umweltschutz sein von Wissenschaftlern auf ihre Wirksamkeit überprüft worden. Es gebe allerdings zahlreiche Maßnahmen, bei denen es in Zukunft erforderlich sei, dass Bund und Länder stärker zusammenarbeiten. „Müll musst nicht als Müll gesehen werden sondern als Werkstoff“, plädierte Sie für ein generelles Umdenken in Sachen Ressourcensparen. Gerne würde ihre Partei auch die ökologische Landwirtschaft noch stärker subventionieren, dafür benötige es aber auch Unterstützung seitens der EU. „Es muss Geld in die Hand genommen werden, denn auch der Ökobauer muss von seiner Arbeit leben können“. Schnell war die Frage Runde vorbei, die Kandidatin ließen es sich aber nicht nehmen, sich die Einrichtung anzuschauen und noch weiter mit der Leitung zu plaudern. Außerdem regte sie ein Besuchsprogramm für Kindergärten und Grundschüler bei der Gemeinschaft an und Vorteile schon abzubauen bevor sie erst entstehen.

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