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Gärtnerei

Bunte Vielfalt auf dem Acker

Bunte Salate und aromatische Beerenfrüchte, Rote Bete, Auberginen, Paprika sowie Kohl in allen Variationen – das alles und vieles mehr wächst und gedeiht in Stockhausen am Rande des Schlossparks. Werkstattleiterin Barbara Luck kümmert sich dort zusammen mit 14 Menschen mit Hilfebedarf und fünf weiteren Mitarbeitern um den Gemüse- und Obstanbau.

Vom Tomatensamen bis zum Chutney

Auf den Feldern und in den Gewächshäusern gedeihen zertifiziertes Demeter-Obst und -Gemüse für die Häuser der Gemeinschaft sowie für externe Kunden, denen die Produkte in der Gärtnerei in Stockhausen und im Hofladen in Altenschlirf angeboten werden. In der Verarbeitungsküche geht die Arbeit weiter: Die Mitarbeiter stellen dort Marmeladen, Chutneys, Soßen, Pestos und Nachspeisen her, für einige Hausgemeinschaften wird auch einmal wöchentlich das Mittagessen zubereitet. Im Sommer kommt noch das Trocknen von Kräutern für Kräutersalz und Tee hinzu.

„Wir erleben bei unserer Arbeit vollständige Verwertungsprozesse, von der Anzucht der Jungpflanzen über deren Pflege und Ernte bis hin zur Verarbeitung“, erläutert Barbara Luck. Dazu sind viel liebevolle Handarbeit und kontinuierliche Betreuung nötig. Die Tomaten etwa werden im beheizten Gewächshaus in Saatschalen ausgesät, später vereinzelt, getopft und dann ab Mitte Mai ins Folienhaus gepflanzt. Dort leiten die Mitarbeiter sie an Schnüren hoch, brechen mehrmals die Seitentriebe weg und leiten den Haupttrieb immer wieder hoch. Bis in den Oktober hinein, wenn die ersten Fröste kommen, geht die Ernte.

Im Anschluss an die Ernte machen die Mitarbeitenden die Waren verkaufsfertig, lagern sie ein oder verarbeiten sie weiter. „Wir sind besonders stolz, dass wir durch diese vollständige Verwertungskette fast nichts wegschmeißen müssen“, berichtet die Werkstattleiterin. „Unsere Kunden verstehen auch, dass nicht jede Möhre gleich aussieht. Wichtig ist, dass sie besonders schmackhaft ist.“

Flexibilität und Sorgfalt sind nötig

Miriam arbeitet schon seit rund 15 Jahren in der Gärtnerei und mag die Arbeit: „Ich arbeite gerne hier“, sagt sie. „Ich bin eine Frau, die gerne Unkraut jätet! Ich finde das schön, weil danach alles so sauber aussieht, so ordentlich. Deshalb arbeite ich auch meistens im Sommer, wenn die anderen im Urlaub sind – man kann ja auch den Garten nicht allein lassen.“

„Für den Garten ist es besonders wichtig, dass die Beschäftigten flexibel sind, da sehr vielfältige Aufgaben gemeistert werden müssen“, betont Barbara Luck. „Es gibt kaum vorher festgelegte Arbeiten. Wir müssen auch in Abhängigkeit vom Wetter jeden Tag die Arbeit neu einteilen.“ Die Beschäftigten in der Gärtnerei müssen körperlich belastbar sein und auch schlechtes Wetter und schmutzige Hände ertragen können. „Für spezielle Aufgabenstellungen, etwa in der Küche, ist es wichtig, sehr akkurat und sauber arbeiten zu können“, ergänzt Luck. „Wir haben aber auch einfach strukturierte Arbeiten wie Zwiebeln putzen oder Möhren abdrehen.“


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Kontakt Gärtnerei

Werkstattleiterin: Barbara Luck, Tel. 06647 9606-650
E-Mail:

Kontrollstelle: DE-ÖKO-022