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Brennholz-Werkstatt

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Wohlige Wärme für Vogelsberger Stuben

Wenn im Herbst und Winter in den Holzöfen der Gemeinschaft Altenschlirf ein gemütliches Feuer knistert und für Behaglichkeit sorgt, dann ist das das Werk der Brennholzgruppe. Gemeinsam mit zwölf Menschen mit Hilfebedarf, zwei Praktikanten sowie zwei weiteren Mitarbeitern kümmert sich Werkstattleiter Carsten Schwarz darum, dass immer genügend Nachschub da ist und niemand frieren muss.
Der Arbeitstag beginnt mit einer kurzen Besprechung. „Mir muss man aber eigentlich gar nicht sagen, was ich machen soll, ich weiß das schon selber“, berichtet Michael, der seit 2008 in der Gruppe arbeitet. „Es sei denn, Carsten ändert irgendwas, dann sagt er mir Bescheid. Wir beginnen mit einem Spruch und dann machen wir uns an die Arbeit, bis zur Mittagspause. Danach geht es nochmal weiter bis um fünf, da gibt es dann nochmal einen Abschlussspruch.“

Wiederkehrende Arbeitsschritte

Typische Arbeiten sind das Sägen, Spalten und Stapeln von Holz. Diese Arbeitsschritte kehren immer wieder, im Kleinen wie im Großen – sei es bei der Verarbeitung von Stammholz oder bei der Herstellung der K-Lumet-Anzünder. Der größte Teil des Holzes wird für die verschiedenen Häuser der Gemeinschaft sowie die Bäckerei bereitgestellt, der Rest an private Abnehmer in der nahen Umgebung verkauft.
Ursprünglich wurde das Brennholz im Rahmen der Landschaftspflege hergestellt. Einige Mitarbeiter kamen jedoch in der großen Gruppe nicht zurecht und suchten einen anderen, passenderen Arbeitsplatz. Mittlerweile ist die Brennholzgruppe zwar auf zwölf Mitarbeiter gewachsen, diese arbeiten jedoch meist allein oder in angepassten Kleingruppen. Die Brennholzgruppe bietet sowohl Außenarbeitsplätze als auch Innenarbeiten in verschiedenen Bereichen. So ist es möglich, auch Menschen mit größerem Unterstützungsbedarf zu beschäftigen und ebenfalls entsprechende Abwechslung zu bieten. Die Arbeiten reichen von der einfachen manuellen Verarbeitung von Holz mit Handwerkzeugen (Bügelsäge, Handbeil, Spalthammer, Keile etc.) bis zur maschinellen Holzverarbeitung mit Wippkreissäge und hydraulischen Spaltgeräten. Hierzu kommen im Jahreslauf immer wieder einfache landschaftspflegerische Tätigkeiten.

Selbständigkeit fördern

„Ich finde es wichtig, die Leute so zu fördern, dass sie möglichst wenig Hilfe brauchen, dass sie ihre Aufgaben so selbständig wie möglich erfüllen können“, betont Werkstattleiter Carsten Schwarz. „Deshalb versuchen wir eigentlich fortlaufend, sinnvolle Hilfsmittel zu entwickeln, etwa die Arbeitsabläufe so zu gestalten, dass das möglich ist.“ Die Brennholzgruppe eignet sich damit grundsätzlich für jeden, der Spaß an den anstehenden Arbeiten findet, meint Schwarz: „Hier kann man in Ruhe eigenständig arbeiten oder auch im Team – so dass jeder die Arbeit finden kann, die zu seiner momentanen Verfassung und Laune passt.“

Kontakt Brennholz-Werkstatt

Werkstattleiter: Carsten Schwarz, Tel. 06647 9606-665
E-Mail: