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Erfolgreiches erstes Kursprojekt “Helfer im Alltag"

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31 Mär 2016

Erfolgreiches erstes Kursprojekt “Helfer im Alltag"

Respektvolle Helfer

ABSCHLUSS Erfolgreiches erstes Kursprojekt bei „Campus am Park“

STOCKHAUSEN (hg). Die Selbstständigkeit von Menschen mit Behinderung zu fördern, aber auch ihre Fähigkeit, sich um weniger eigenständige Kollegen oder Mitbewohner zu kümmern – das sind wichtige Anliegen der Fortbildung „Helfer im Alltag“, die 2014 erstmals bei der Fachschule Campus am Park in Stockhausen angeboten wurde; jetzt fand dieses erste Seminar seinen Abschluss. Somit war jetzt auch eine Feierstunde angesagt, um den neun Teilnehmenden ihre Zertifikate zu übergeben. Jörg-Christoph Hartmann, Tamira Zarda, Karen Atrott, Sabine Kusterer, Elisabeth von Heyl, Christoph Steinke, Michael Lange, Tanja Christ und Nathalie Mantz schlossen jetzt ihre zweijährige Ausbildung ab. „Auf Eure Leistung könnt Ihr stolz sein“, betonte der geschäftsführende Schulleiter Pierre Haas bei der Feier, die von Juliane Jordan auf ihrer Geige mit frühlingshaften Liedern von Vivaldi eröffnet wurde. Und so waren sie auch sehr stolz, als sie ihre Zertifikate in Empfang nehmen durften, diese neun Menschen mit Hilfebedarf. Bis auf Michael Lange kommen sie allesamt aus der Gemeinschaft Altenschlirf. Anlass zur Entwicklung dieses erstmaligen Angebotes war eine Anfrage aus dem Rätekreis der Gemeinschaft. Wie können sich Menschen mit Hilfebedarf gegenseitig noch besser im Alltag unterstützen? Mit dieser Frage wendete sich vor zwei Jahren der Kreis an die Fachschule Campus am Park. „Und so haben wir uns über diese Anfrage sehr gefreut, weil wir im Campus auch schon länger den Wunsch hatten, so etwas anzubieten“, so Dozentin Ingrid Huss, die zusammen mit Heike Cemander und Silvia Dahmer die Absolventen während ihres Kurses begleitete. „Jeder Mensch hat doch den Wunsch, sich im Laufe seines Lebens weiterzuentwickeln und sich weitere Fähigkeiten anzueignen.“ Die Fortbildung bestand aus 15 Seminartagen, die sich auf zwei Jahre verteilten. Die Teilnehmer übten und vertieften die aufgenommenen Inhalte an ihren Lebensorten. Dabei wurde jeder von einem Praxisleiter unterstützt. Grundlage für das Konzept der Fortbildung waren die praktischen Erfahrungen der Teilnehmer und die Fragen, die daraus aus dem Alltag entstehen. Ein Seminartag war in fünf Einheiten gegliedert, praktische Übungen wechselten sich ab mit theoretischem Unterricht und künstlerischen Fächern. Die Unterrichtsinhalte wurden durch wiederholendes Üben vertieft. Dabei fand durch Wechsel der einzelnen Rollen, „Begleiter/Hilfebedürftiger“, auch immer wieder ein Perspektivwechsel statt. Und die eigene Haltung sowie das eigene Handeln wurden überprüft und hinterfragt. In insgesamt zwölf Modulen wurden, über die zwei Jahre verteilt, unterschiedliche Bereiche behandelt. „Ihr neun habt mit eurer Fortbildung Aufgaben und Verantwortung für andere auf Euch genommen, dies ist respektvoll, jetzt seid auch Ihr diejenigen, die anderen helfen, das ist doch ein schönes Gefühl“, so Campus-Leiter Haas bei der Übergabe der Seminarbescheinigungen.

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